Coming out
Es ist wahr, dass das Leben viel Homosexuelle angefüllt ist mit Angst und Leiden, Selbsthass und Einsamkeit. Es ist aber unwahr, dass dies ursächlich in der Homosexualität begründet ist. Wahr ist, dass dieses Leiden erst geschaffen wird durch eine Gesellschaft, die die Homosexuelle Minderheit unterdrückt und nicht einmal den geringsten Hilfen bei der Sozialisation von Homosexuellen Jugendlichen anbietet. Homosexuelle Emanzipation muss damit beginnen, dass wir die eigene sexuelle Orientierung akzeptieren, die gesellschaftlichen Unterdrückungsmechanismen und deren Internalisierung durchschauen, öffentlich einstehen für das, was wir sind und aktiv werden gegen Vorurteile, Diffamierung und Angst. Dies schrieb ich während eines Studienaufenthaltes in San Francisco, der Hochburg eines neuen schwulen Bewusstseins und schwulen Stolzes, als mir klarwurde, dass es bei uns kaum Bücher gibt, die dem Homosexuellen Mut machen, sich vollständig zu akzeptieren und sein Leben in erfüllter Weise zu leben. Ich habe dieses Buch als homosexueller und als Psychotherapeut geschrieben, und deswegen beschäftigt es sich ausführlich mit Methoden der humanistischen Psychologie. Ich wünsche mir sehr, dass dieses Buch einmal dazu beiträgt, das Leben vieler Homosexueller glücklicher und entspannter zu machen, und zum anderen, dass dieses Buch zur vermehrten akzeptiere die Akzeptierung der Homosexualität in der Gesellschaft führt und damit langsam zu einer Integration dieser Minderheit.--Adapted from back cover.
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